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Frage: Hallo Sebastian, wir wollen über deine Weiterbildungen und Ziele sprechen. Du hast 2018 bei uns als fachlicher Leiter im Standort Zippendorf angefangen und bist Anfang des Jahres 2019 in den Standort Eckdrift gewechselt. Welche Unterschiede gibt es aus deiner Sicht zwischen den beiden Praxen?

Antwort: Die Unterschiede aus beiden Praxen ergeben sich aus ihren jeweiligen Standorten. Die Praxis in Zippendorf bezieht größtenteils ihre Auslastung durch die Eingliederung in den dort ansässigen Wohnpark mit dem betreuten Wohnen und den Häusern des Pflegeheimes. Daraus resultiert auch der höhere Altersdurchschnitt mit dementsprechend angepassten Öffnungszeiten, die sich nach dem dortigen Tagesablauf der Bewohner richtet. Die Praxis in Krebsförden gewinnt ihre Patienten überwiegend aus den umliegenden Wohngebieten und den benachbarten Stadtteilen. Daher bieten wir dort erweiterte Öffnungzeiten an, um auch ein passendes Angebot an alle Berufstätigen machen zu können. Auch der Standort in Krebsförden betreut momentan eine Seniorenpflegeeinrichtung in Leezen. Sein fachliches Wissen kann jeder in beiden Standorten voll einbringen.

Frage: Du hast bereits eine Reihe an Weiterbildungen absolviert. Welche waren für dich am schwersten und warum?

Antwort: Wirklich schwer waren rückblickend keine der absolvierten Fortbildungen, da ich mich ja bewusst für die jeweiligen Kurse entschieden habe. Die Herausforderungen lagen hauptsächlich im Umfang und der Dauer, natürlich spielt auch die individuelle Interessenlage eine Rolle. Insofern war die Manuelle Therapie die umfangreichste, der PNF-Kurs die für mich schwierigste Weiterbildung. Grundsätzlich war es die richtige Entscheidung, die größeren Fortbildungen zeitnah im Anschluss an die Ausbildung gemacht zu haben.

Frage: Die letzte Weiterbildung war „Medical Flossing“. Welche Vorteile bringt sie dir? Kannst du kurz beschreiben was „Medical Flossing“ ist?

Antwort: Medical Flossing ist für mich eine Erweiterung des Behandlungsspektrums zur Schmerzlinderung, bei Bewegungseinschränkungen und zur Beschleunigung der Regeneration. Es lässt sich mit einer Vielzahl unterschiedlicher Therapietechniken, wie Manuelle Therapie, Krankengymnastik und Faszientherapie kombinieren. Flossing bezeichnet dabei das relativ stramme Umwickeln von Extremitätengelenken oder -teilen mittels eines speziell dafür entwickelten Gummibandes und einer speziellen Applikationstechnik. Mit angelegtem Band wird die zu behandelnde Struktur passiv oder aktiv bewegt. Die Folge ist eine massive Gewebsdurchspülung (“Schwammeffekt”), welche die Beweglichkeit verbessert und die Durchblutung anregt.

Frage: Hast du trotz deiner vielen Qualifikationen noch bestimmte Spezialisierungen im Kopf? Welche Weiterbildungen würdest du gerne in Zukunft machen?

Antwort: Die wichtigsten Fortbildungen, die man zur Abrechnung mit den Kostenträgern benötigt, habe ich absolviert. Fertig ist man jedoch nie und jede weitere Qualifikation erweitert natürlich das Behandlungsspektrum und gibt neue Denkansätze. Im kommenden Frühjahr möchte ich erstmal am Kurs “dreidimensionale Skoliosetherapie” teilnehmen. Spannend finde ich auch die Osteopathie und die Einflüsse von Ernährung und Medikamenten auf Krankheitsbilder und die Physiotherapie beziehungsweise deren Wechselwirkungen zueinander.